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Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation, weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

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Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf , in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: www.schmerzklinik.com/sozialgericht2 oder auch https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.

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Arthrose, Bandscheibenvorfall, Borreliose, Brennende Füße, Cluster-Kopfschmerz: Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Durchblutungsstörung, Dorsalgie, Fibromyalgie, Fibromyalgiesyndrom, Gelenkschmerzen, Gesichtsschmerzen, Gliederschmerzen, Gürtelrose, Herpes zoster, Hüftschmerzen, Ischias, Kausalgie, Kopfschmerzen, Kreuzschmerz, Leistenschmerzen, LWS-Syndrom, Lumbalgie, Lumboischialgie, Migräne, Morbus Sudeck, Nervenschmerzen, Neuralgie, Neuritis, Neuropathie, Osteomyelitis, Polyneuropathie, postzosterische Neuralgie, Restless legs, Rückenschmerzen, Schlaganfall, Schulterschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Spinalkanalstenose, Steißbeinschmerzen, Zephalgie

Internationale (englischsprachige) Themen: Causalgia, Complex Regional Pain Syndrome, Complex regional pain syndrome type I, Complex regional pain syndrome type II, CRPS, CRPS-Type II, Face Pain, low back pain, Prosopalgia, Reflex Sympathetic Dystrophy Syndrome, Sudeck atrophy, Sudeck disease, Sudeck dystrophy

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PERIARTHRITIS HUMEROSCAPULARIS
Duplay-Schultersteife

Weiter unten beschriebene, invasive (= in den Körper eindringende) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisiertenEinrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.

Gebräuchliche Synonyme (= andere Bezeichnung für die gleiche Krankheit): Duplay-Schultersteife, Su bakrom ialsyndrom

Nun zu dem Begriff

Das Wort Periarthritis setzt sich zusammen aus peri (= um, herum), Arthro (= Gelenk) und -itis (= Entzündung).

..humeroscapularis kommt von Humerus (= Obera rm) und scapularis (= zum Schulterblatt gehörend), gemeint ist damit das Schul tergelenk.

Periarthritis humeroscapularis bedeutet demnach vereinfacht: Enzündliche Vorgänge um das Schul tergelenk herum und ist damit ein Sammelbegriff für (schmerz hafte) Störungen in der unmittelbaren Umgebung des Schultergelenk s.

Die Periarthritis humeroscapularis wird auch mit PH S abgekürzt.

Die PH S ist eine relativ häufige Erkrankung im mittleren und höheren Erwachsenenalter. Gelegentlich geht eine heftige Zerrung des Arme s oder eine umschriebene Schulterverletzung voraus.

Der Begriff "Periarthritis" sagt eigentlich aus, daß diese Störungen eigentlich zwingend entzündlicher Natur sein müßten. Im allgemeinen medizinischen Sprachgebrauch hat es sich jedoch eingebürgert, auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse unter der Periarthritis humeroscapularis zu subsumieren so daß folgende Definition angebracht sein dürfte:

  • Bei der Periarthritis humeroscapularis (Duplay-Schultersteife) besteht eine schmerzhafte Bewegung seinschränkung des Schultergelenk s, hervorgerufen durch entzündliche, vorwiegend aber degenerative Prozesse (Verfettung, Verquellung, Verkalkung) an örtlichen Sehnen (vor allem der Muskeln Infra- und Supraspinatus, Bizeps), Sehne nansät zen, vor allem am Kora koid (= Rabenschnabelfortsatz am oberen Rand des Schulterblatts), Muskel übergängen und Schleimbeutel n, hauptsächlich der Bursa subdeltoidea (= unter dem Schul termuskel gelegen), evtl. auch an Knorpel und Knochen. Relativ häufig ist auch die sog. Rotatorenmanschette ((= die aus den Oberarm dreh muskeln (Musculi subscapularis, supra- u. infraspinatus, teres major et minor) bestehende Muskelmanschette des Schultergelen kes)) betroffen.

Häufige Störungen/Erkrankungen im Rahmen der Periarthritis humeroscapularis sind:

  • Impingement-Syndrom
    Es handelt sich um ein
    Engpaß-Syndrom (= Krankheitszeichen bei einer Einengung) bei dem die
    Sehne n der Mus keln, die das Schul tergelenk bewegen, zu wenig Platz haben. Ihr Gleitraum ist durch Knochenvorsprünge und eine Vielzahl von Seh nen im Bereich unterhalb der Schulterhöhe eingeschränkt. Aufgrund der Enge führen an sich wenig belastende Faktoren rasch dazu, daß die Seh nen aneinander oder an den Knoc hen reiben und sich entzünden, teilweise unter Einbezug des Schleimbeutels. Fast immer vorhandene Durchblutungsstörungen begünstigen die Entzündungsreaktion.
    Typische Anzeichen sind Schulterschmerzen, die vor allem nachts sowie beim Anheben des Armes auftreten.

  • Schultersteife (ste ife Schul ter)
    Wiederholte Reizungen / En
    tzündungen der Bu rsa (= Schleimbeu tel) subac romial is (= unter dem platten Ausläufer der Schulterblattgräte, dem Dach des Schultergelen ks gelegen) (Bursitis subacromialis) sowie der Seh nenansätze der Rotatoren (= Oberarmdrehmuskeln) führen zu einer Proliferation (= Vermehrung von Gewebe durch Wucherung oder Sprossung, meist im Rahmen einer En tzündung) und Verklebung des Gleitgewebes zwischen dem Gelenkkopf des Oberarmknochens und dem Schul terdach. Es liegt dann eine unspezifische, schmerzhafte En tzündung der Schultergelenkkapsel bzw. der Innenhaut (Synovialitis) vor, durch die die Kapsel allmählich schrumpft und zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung im Schultergelenk führt (Bewegungsschmerzen). Häufig liegt auch eine Sehnenscheidenentzündung des Musculus biceps brachii (= 2-köpfiger Oberarmmuskel) vor.
    Die Schultersteife tritt meist bei älteren Erwachsenen auf. Häufig tritt die Schultersteife als Folge einer Ruhigstellung bei einem
    Schulter-Arm-Syndrom (Nacken-Schulter-Arm-Syndrom) oder einer Zervikobrachialgie (Zervikobrachialsyndrom) auf.
    Weitere Synonyme
    (= weitere Bezeichnungen für die gleiche Krankheit) für die Schultersteife sind Periarthritis humeroskapularis adhaesiva, adhäsives (= entzündlich bedingte, flächenhafte oder strangförmige bindegewebige Verwachsung) Suba kromials yndrom oder ahäsive Kapsulitis, Frozen Shoulder, Duplay Krankheit und Schulterfibrose.

  • Supraspinatus-Sehnen-Syndrom
    Durch eine Überlastung bzw. Überbelastung der Sehne des Musculus supraspinatus kommt es zu einer entzündlichen Reaktion der Sehnenscheide (Sehnenscheidenentzündung). Diese schwillt an und wird dadurch in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, woraus eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung resultiert, vor allem beim Hochheben des Armes (vorwärts und seitlich), aber auch bei Drehung.
    Diese krankhaften Veränderungen können eigentlich bei allen Sehnen im Schulterbereich auftreten, am häufigsten ist jedoch die Supraspinatussehne betroffen, weshalb sie hier als eigenständige Erkrankung aufgeführt wird.

Schmerzbehandlung beim Su bakrom ialsyndrom:

Verbleibt trotz einer krankheitsspezifischen Behandlung eine Duplay-Schultersteife, so eignen sich zur Behandlung folgende Maßnahmen, wobei Dauerschmerzen praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren erfordern. Häufig sind die schmerztherapeutischen Behandlungsmethoden bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten.

Medikamentöse Schmerzbehandlung bei Periarthritis humeroscapularis:
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und subakut (= eher schleichend verlaufend) können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika (= Rheuma mittel), aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magen schonende wie z.B. Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch Muskel relaxanzien (= Mittel zur Entspannung von Muskeln) (z.B. Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin) (= im Gehirn bzw. Rücken mark wirkende Schmerzmittel) beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei
Periarthritis humeroscapularis eine längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Schmerzmittelabhängigkeit vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch gegen chronische Schmerzen wirksam) (z.B. Doxepin, Maprotilin) oder auch Neuroleptika hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Bei einer entzündlichen Schmerzursache sind wiederholte Cortison-Einspritzungen hilfreich.

Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) bei Periarthritis humeroscapularis:
Bei anhaltenden Schmerzen sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Insbesondere bei Schulterschmerzen ist eine sehr wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, die therapeutische Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden
Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) (z.B. Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und Nervenblockade n. Dabei wird das Gelen k wiederholt (stationär bei uns zwei mal täglich) großzügig perikapsulär (= um die Gelenkkapsel herum) infiltriert.
Das Schul tergelenk kann auch mit "Zeel" umspritzt werden, was manchen Patienten mit "homöopathischer" Grundeinstellung sehr entgegen kommt.
Eine weitere Möglichkeit ist bei
Periarthritis humeroscapularis
die gezielte Infiltration von Triggerpunkten (= kleine Reizzonen hpts. in der Muskulatur) im Schulterbereich nach vorheriger Identifizierung derselben.
Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte Blockaden
(= Betäubungen) des Nervus suprascapularis in der Incisura suprascapularis (= kleine Kerbe am Oberrand des Schulterblattes) in Frage. Über diesen Nerv werden die Schmerzempfindungen aus dem Schul terbereich fortgeleitet.
Bei hartnäckigen und heftigen Schmerzen hat sich die sog. kontinuierliche, retrograd hohe Betäubung des Plexus brachialis
(= Armnervengeflecht) mit Katheter sehr bewährt. Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in die Nervenscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der
Obera rm mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung innerhalb der Nervenscheide nach oben getrieben wird und so auch im Schul terbereich schmerzlindernd wirken kann. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind (Sympathikolyse), woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert, die entzündlichen oder degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen nachhaltig entgegenwirkt.

Zur Schmerzbehandlung bei Periarthritis humeroscapularis kann auch die kontinuierliche, interskalenäre (= zwischen Muskeln im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des Plexus brachialis durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem etwas größeren Risiko behaftet.

Physikalische Therapiemöglichkeiten bei Duplay-Schultersteife:
Auch eine Elektrostimulation kann bei Schultergelenksschmerzen eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem Gelen
k aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden. Hilfreich kann auch eine
Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) oder die sog. Hochtontherapie sein.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit
Periarthritis humeroscapularis empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls einen Gelenkschmerz lindern.
Die Verordnung von Massagen ist auch bei
Periarthritis humeroscapularis
nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu unverzichtbar ist aber die heilgymnastische Therapie, da meist nur diese geeignet ist, Gelenk
funktionen zu fördern bzw. zu erhalten.

Andere Therapiemaßnahmen bei Periarthritis humeroscapularis:
Der Vollständigkeit halber darf die Akupunktur (Schmerzakupunktur) zur Behandlung chronischer Schulter
schmerzen nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson sind im Rahmen der psychologischen Schmerzbehandlung eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie. Bei einem chronischen Schulterschmerz ist auch ein Schmerzbewältigungstraining sinnvoll.

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Aktualisiert:>22.05.2008</> kusb&
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aktualisiert: >08.10.2006</> k u http://www.periarthritis-humeroscapularis.eu <strong>Duplay-Schultersteife</strong>

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